Schleitheimer Artikel

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Das Bekenntnis

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seines Vaters (und er doch saget / Wie mir der Vater befohlen hat / also thu ich ) sonder der barmherzigkeit und verzeihung / und manung / nicht mehr zu sünden / und sprich / gang hin / unnd sünde nit mehr / Solches sollen wir uns genzlich auch halten / nach der Regel des Bannes.

Zum andern wirt gefragt / des Schwerts halben / Ob ein Christ sol urtheil sprechen in weltlichen zanck und spen / so die ungleubigen mit einander haben: Ist das die eynige antwort Christus hat nicht wöllen entscheiden oder urtheilen zwischen Brüder des erbtheils halben / sonder hat sich desselben gewidert / also sollen wir ihm auch thun.

Zum dritten / wird gefragt des Schwerts

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halben / Soll das ein Oberkeit sein / so einer dazu erwehlt wirt: Dem wirt also geantwort / Christus hat sollen gemacht werden zu einem König / und er ist geflohen / und hat nicht angesehen die ordnung seines Vaters / also sollen wir im auch thun / und im nachlauffen / so werden wir nicht in der finsternus wandeln/ dann er sagt selbs / welcher / nach mir kommen wöl / der verleugne sich selbs / und neme sein creuz auff sich  und folge mir nach. Auch verbeut er selbst  / den gewalt des schwerts und sagt / Die weltlichen Fürsten herrschen / etc. ir aber nit also. Weiter sagt Paulus / Welche Gott versehen hat / die hat es auch verordnet / das sie gleichherrig sein sollen dem ebenbild seins Sons / etc. Auch

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sagt Petrus / Christus hat gelitten / nit geherschet / und hat uns ein ebenbild gelassen/ das ir solt nachfolgen seinen fusstapffen.

Zu letzt wird gemerkt /das es dem Christen nicht mag zimen ein Oberkeit zu sein in den stücken / Der Obrer regiment ist nach dem fleisch / so ist der Christ  nach dem Geist / ir heuser und wonung ist leiblich / in dieser welt / so ist der Christen im himel / ir burgerschafft ist in dieser welt / so ist der Christen burgerschaff im himmel / ihres streits und kriegs waffen sein fleischlich / unnd allein wider das Fleisch / der Christen waffen aber seind geistlich / wider die befestigunge des Teuffels / Die weltlichen werden gewapnet mit stahel und eisen /

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aber die Christen send gewapnet mit dem harnisch Gottes / mit warheit / gerechtigkeit / fried / glauben / heil / und mit dem wort Gottes. In summa / Was Chistus unser heupt auff uns gesinnet ist / das alles sollen die glieder des leibe Christi durch in gesinnet sein / damit keine spaltung in dem leib sey / dardurch er zerstöret werde / denn ein igliches reich das in im selbs zerteilt ist / wird zerstöret werden. So nun  Chrisus also ist / wie von im geschrieben stehet / so müssen die glieder auch also sein / damit sein leib ganz und einig bleib / zu seiner selbes besserung und erbawung.

Zum siebenden / seind wir vereiniget worden von dem eyd /also / Der eyd ist ein befestigung unter denen / die da

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zancken / oder verheissen / und ist im Gesatz geheissen worden / das er sol geschehen / bey dem namen Gottes / allein war hafftig / und nit falsch. Christus der die vollkommenheit des Gesatzes leret / verbeut den seinen alles schweren / weder reche noch falsch / weder beym Himel / noch bey dem Erdreich / noch bey Jerusalem / noch bey unserm Haupt und das umb der ursach willen / wie er bald hernacher spricht / Dann ir mögen nicht ein haar weis oder schwarz machen. Sehend zu / darumb ist alles schweren verbotten / dan wir mögen nicht / das  in dem schwerenverheissen wirt / erstatten / dieweil wir das aller geringst an uns / nit mögen endern.

Nun sind etlich / die dem eynfeltigen

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gebot Gottes nicht glauben geben / sonder sie sagen unnd fragen also / Ey nun hat Gott dem Abraham geschworen / durch  sich selbs / dieweil er Gott was / (da er im verhies / das er im wol wölt / und wölt sein Gott sein / so er seine gebot hielt ) warumb solt ich dann nicht auch schweren / so ich einem etwas verhies: Antwort / Höre was die Schrifft sagt / Gott da er wolt den erben der verheissung uberschwencklich beweisen / das sein rath nicht wancket / hat er einen Eyde darzwischen gelegt / auff das wir  durch zwey unwanckliche ding ( dardurch es unmöglich ist / das Gott liege) ein starken trost haben. Merck den Verstand dieser geschrifft / Gott hat gewalt zu thun das er dir verbeut / dann es ist

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