| Schleitheimer Artikel |
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Seiten 12 - 17 |
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Christus und Belial / und keynes maf mit dem andern theyl haben. Nu ist uns auch das gebot des Herrn offenbar / in welchem er uns heist abgesundert sein und werden von dem bösen / so wöl er unser Gott sein / und werden wir seine Söne und töchter sein.. Weiternvermant er uns daurmb von Babylon / und dem irdischen Egypto auszugon / das wir nicht auch theyhafftig werden irer qual / und leiden / so der Herr uber sie füren würt.. Aus dem allem sollen wir lerne das alles / was it mit unserm Gott unnd Christo vereyngt ist nichts anders sei / Dann die grewel / welche wir meiden sollen und fliehen. In dem werden vermeint alle Bepstlich unnd widerbepstliche |
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werck / und Gottes dienste / versamelung / kirchgang /
Weinheuser / Burgerschafften / und verpflichtung des unglaubens / unnd andere
mehr der gleichen / die dann die welt für hoch helt / und doch stracks wider den befelch Gottes
gehandelt werden / nach der mas aller ungerechtigkeiten / die in der welt ist.
Von diesem allem sollen wir abgesundert werden / und kein theil mit solchen
haben / dann es sein eitel grewel / die
uns verhasset machen vor unserem Christo Jesu / welcher uns entledigt hat von
der dienstbarkeit des Fleisches / unnd
uns gschickt gemacht dem dienst Gottes durch den Geist / welchen er uns geben
hat. Allso werden nu auch von uns ange- |
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zweifelt die unchristlichen / auch teuffelischen waffen des gewalts fallen / als da seint Schwert / Harnasch /und dergleichen / und aller irer brauch für freunde / oder wider die Feind / in krafft des worts Christi / Ir söllend dem ubel nit widerstan. Zum fünften / seind wir vereyniger worden von den Hirten in der gemein Gottes also Der Hirt in der gemein Gottes sol einer sein nach der ordnung Pauli / ganz und gar der ein gut zeugnus hab / von denen die ausser dem glauben seind. Solches ampt sol sein lesen / vermanen und leren / manen / straffen / bannen / in der gemein / und allen Brüdern und Schwestern zur besserung vorbeten / das Brot anheben zu brechen / |
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und in allen dingen des Leibs Christi acht haben / das er gebawr unnd gebessert wird / und dem lesterer der Mund werde verstopfft. Dieser aber sol erhalten werden / wo er mangel haben würd / von der gemein welche in erwehlt hat / damit welcher dem Evangelio dienet / von demselben auch lebe / wie der Herr verordnet hat. So aber ein Hirt etwas handlen würd / das zu straffen were / soll mit im nichts gehandelt werden on zween oder dreyen zeugen / Und so sie sünden / sollen sie vor allen gestrafft werden /damit die anderen forcht haben. So aber dieser Hirt vertrieben / oder durch das creuz dem Herrn hingefürt würd / soll von stundan ein anderer an |
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die stat verordnet werden / damit das Völcklein un heufflein Gottes nich zerstört werden. Zum sechsten sein wir vereiniget worden von dem Schwert /also / Das Schwert ist ein Gottes ordnung / ausserhalb der volkomenheit Christi / welches den Bösen straffet unnd tödtet / und den Guten schützet und schirmet. Im Gesatz wird das Schwert geordnet / uber die Bösen zur Straffe / und zum todt / und dasselbige zubrauchen / sind geordnet die weltlichen Oberkeiten. In der volkomenheit Christi aber / wird der Bann gebraucht / allein zu einer manung und ausschliessung des der gesündet hat on todt des fleisches / |
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allein durch die manung und den befelh / nicht mehr zu
sündigen.
Nu wird gefragt von vielen / die nicht erkennen den willen Christi / die nicht erkennen den willen Christi möge oder sol das Schwert brauchen / gegen dem bösen / umb des guten Schutz und schirm willen / oder umb der liebe willen: Antwort ist offenbart einmütiglich also / Christus lert und befilcht uns / ds wir von im lernen sollen / dann er sey milt / und von herzen demütig / und so werden wir rhu finden unser Selen.. Nun saget Christus zum Heidnischen Weiblin / das im Ehebruch begriffen worden was / nicht das man es versteinigen solt / nach dem Gesatze |