| Schleitheimer Artikel |
|||||
|
Seiten 6 - 11 |
|||||
|
welche wir meynen / Absonderteuch von inen / denn die sie sind verkehrt. Bittend den Herren umb ire erkantnus zur busse / und uns umb bestendigkeit / den angegriffnen weg führt zu wandeln / nach der Ehr Gottes / und seines Sons Christi / Amen. Die artickel so wir gehandelt haben/ unnd in denen wir eins worden / sein diese. 1.Tauff. 2.Ban. 3. Brechung des Brots. Absunderung von greweln. 5. Hirten in der gemeyn. 6. Schwert. und der 7. Eyd. Zum ersten / So mercked von dem Tauffe. Der Tauff folg geben werden allen denen so gelernt seind die bus unnd enderung |
|
|
des lebens / unnd glauben in der warheit / das ire sünd durch Christum hinweggenomen seyen / un allen denen / so wöllen wandeln in der aufferstehung Jesu Christi / auff das sie mit im auffestehn mögen /und allen denen so es in solcher meynung von uns begeren und fordern / durch sich selbs. Mit dem werden ausgschlossen alle kinder tauff / des Bapsts höchste und erste grewel. Solches habt ir grund unnd zeugnus der Schrift / un brauch der Apostel / Matt. 27. Marc.16. Art.2. 8. 16. 19. Des wöllen wir uns eynfaltiglich / doch festiglich / halten und versichert seyn. Zu andern / Seind wir vereiniget worden von dem Bann / also / Der Bann |
|
|
sol gebrauch werden mit allen denen / so sich dem Herrn ergeben haben / nachzuwandeln in seinen geboten / und mit allen denen / die in einem leib Christi getaufft sein worden / und sich lassen brüder oder schwester nennen / und doch etwan entschlipffen / unnd fallen in ein fal und sünd / und unwissentlich uber eilt werden. Die selben sollen vermant werden zum andernmal heymlich / und zum drittemal offentlich / vor aller gemeyn getrafft oder gebant werden nach dem befehl Christi / Matth. 18. Solches aber sol geschehen nach ordenung des Geist Gottes vor dem brotbrechen / damit wor einmütiglich und in einer liebe von eynem brotbrechen unnd essen mögen / unnd von eynem |
|
|
Kelch trincken. Zum dritten / In dem Brodbrechen seind wir eynes worden und vereinbaret / Alle die ein Brodbrechen wollen / zur gedechtnus des brochnen Leibes Christi / Unnd alle die von einem tranck trincken wollen zu einer gedechtnus / des vergossenen blutes Christi / die sollen vorhin vereiniget sein in einem leibe Christi / das ist / in die Gemeine Gottes / auff welchem Christus das Haupt ist / nemlichen /durch den Tauffe / Dann wie Paulus anzeiget / so mögen wir nicht auff einmal teilhaftig sein des HERREN Tisch unnd der Teuffel Tisch / Wir mögen auch nicht auff einmal theilhfftig sein / und trincken von des HERRN Kelch / und des Teufels |
|
|
kelch / das ist alle die gemeinschaft haben mit den todten
wercken der finsternus / die haben kein
theil am liecht /also alle die dem Teuffel folgen und der welt / die haben kein
theil mit denen die zu Gott aus der Welt beruffen seyn / alle die in dem argen ligen / die haben kein theil an dem
guten.
Also auch sol und mus seyn / welchen nicht hat die beruffung eins Gottes zu einem glauben / zu einem Tauff / zu einem Geist / zu einem Leib / mit allen kindern Gottes gemein / der mag auch nit mit ein ein Brot gemacht werden / wie denn seyn mus / wo man das Brot in der warheit / nach dem befelch Christi brechen will. Zum vierden / seind wir vereyniget |
|
| worden von der absunderung. Sol geschehen von dem bösen und dem argen / das der Teuffel in der Welt gepflanzt hat / also /allein das wir nicht gemeinschaft mit inen haben / unnd mit inen lauffen in die gemenge irer greuweln / das ist also/ Dieweil alle (die nit getretten seyn / in die gehorsam des glaubens / und die gehorsam des glaubens / und die sich nicht vereynigt haben mit Gott / as sie seinen willen thn wollen) ein grosser grewel vor Gott sein / so kann und mag anders nicht von inen wachsen oder entspringen dann grewlich ding. Nun ist je nichts anders in aller creatur /dann guts und böses / glaubig unnd unglaubig finsternus unnd liecht / Welt / und die aus der Welt sind / Tempel Gottes und die Götzen / Christus |